„Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus …“

Märchen von Tod und neuem Leben

Will man das Leben verstehen, kommt man nicht daran vorbei, sich mit seinem Lauf und seiner Endlichkeit auseinanderzusetzen. Märchen helfen uns dabei. In den unterschiedlichsten Gestalten und Bildern der Märchen erscheint der Tod in diversen Metaphern: als Freund, Gefährte und Wegweiser, die uns helfen, den Tod als ein Tor zu einem neuem Leben zu begreifen. Dabei unterstützen sie uns, die Angst vor dem Sterben zu überwinden.

Die Märchen machen seelische Prozesse sichtbar, die tief mit unserem Menschsein verbunden ist. Diese Umsetzung im Märchen führt zu einer bewussten oder unbewussten Öffnung der Seele, des Innersten des Menschen, um bedrohlich empfundene Lebenssituationen besser erleben zu können.

 

Märchen in den Jahreszeiten

Es war einmal …das die Menschen in den früheren Zeiten viel enger mit den Jahresrhythmen verwoben waren. Ackerbau und Viehzucht waren existentielle Grundlagen für das Leben, ja sogar dem Überleben einer Menschengemeinschaft. Die Abhängigkeit vom Wechsel der Jahreszeiten drückt sich in den Volksmärchen aus die seit der heidnischen Zeit mit Symbolen und Mysterien eng verknüpft sind.

Die Übergänge von einer Jahreszeit zur anderen galten als heilig, besonders die Tage zur Sommer- und Wintersonnenwende, die Tag- und Nachtgleiche im Frühling, sowie die hohen Festtage zu Johanni, Allerheiligen, Weihnachten und Ostern.

 

Märchen zum Erinnern - für Menschen die Ihr Gedächtnis verloren haben

Märchen sind sehr alt und in unserem Bewusstsein und unserer Gesellschaft fest verankert. In der Kindheit hören wir sie zum ersten mal – und werden immer wieder erzählt und doch nicht langweilig. Sie sind die Wegbegleiter eines ganzen Lebens und gehören zu den tiefsten und nachhaltigsten Eindrücken eines Menschen. Märchen, so heißt es, sind Nahrung für die Seele.

Menschen im Alter und mit evtl. Gedächtnisverlust sind dankbar, wenn ihnen vertraute Märchen aus der Kindheit erzählt werden, am besten frei gesprochen und dabei im Blickkontakt bleibend. So können vom Erzähler Reaktionen wahrgenommen werden, wenn vertraute Verse wieder einfallen: Spieglein, Spieglein an der Wand …., Ich bin so satt ich mag kein Blatt …., Ach wie gut, dass niemand weiß …

So vermitteln Märchen Sicherheit und Geborgenheit und können ein Ventil für Gefühle sein. Mit Märchen wird ein Zugang zum Langzeitgedächtnis von Demenzerkrankten geschaffen und eine Brücke zur Erinnerung gebaut werden.

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